Dienstag, 30. Juni 2015

Tanja Heitmann - Das Haus am Fluss

Genre: Roman
Autor: Tanja Heitmann
Seitenanzahl: 576 Seiten
Format: Gebunden
ISBN: 978-3764504632
Verlag: Blanvalet Verlag
Erscheinungsdatum: 16. März 2015

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Erster Satz: "Es heißt, im Norden halte der Frühling nur zögerlich Einzug."


Inhalt: Nach dem plötzlichen Tod ihre Mannes, hält Marie es in Frankfurt nicht mehr aus. Sie fährt mit ihrem Sohn und ihrem gesamten Hab und Gut Richtung Norden in das kleine verschlafene Dorf Tidewall direkt an der Elbe. Sie hofft hier im Sommerhaus ihrer Großtante auf einen Neuanfang. Doch die Großtante zeigt sich alles andere als begeistert. Als Marie beginnt das Haus zu renovieren, entdeckt sie immer mehr den Zauber des Hauses und entdeckt seine Geschichte...

Meine Meinung: Das Cover hat mich sofort angesprochen, man kann sich wundervoll den Ort vorstellen. Am liebsten wäre ich selbst hingefahren. Es wird mit Liebe zum Detail beschrieben und das Cover passt perfekt. Ein Bild das direkt Fernweh weckt.
Das Buch war mit seinen fast 600 Seiten (Aufgeteilt in 44 Kapitel mit Prolog und Epilog) schon ein ordentlicher Schinken, teilweise zog es sich in die Länge, wo ich dachte, dass hätte man auch kürzer fassen können. Der Schreibstil ist klar und man kommt gut durch die Seiten. Etwas verwirrend zwischendurch fand ich die vielen Personen, die in der Vergangenheit auftauchten. Hier brauchte ich ein bisschen um reinzukommen. Das Buch spielt einmal in der Vergangenheit 1924/1941 und einmal in der Gegenwart 2013.
Marie war mir von anfang an sehr sympathisch und ihr Sohn Valentin schaffte es immer wieder dass ich schmunzeln musste. Da er seine Mutter, auch wenn Sie drohte in der Vergangenheit zu versinken, aufmunterte oder sie einfach mit der Gegenwart konfrontierte, indem er zum Beispiel ein Lamm vom Nachbarn mitnimmt um sich um es zu kümmern.Da bleibt keine Zeit zum Grübeln. Und auch den Nachbarn lernt Marie kennen, was hat es mit diesen eigenbrödlerischen Asmus auf sich ?
Das Buch hat alles was es zu einer guten Geschichte braucht, Liebe, Dramatik, Trauer und Wut ...aber auch einen Neuanfang. Ich konnte mich als Leser sehr gut mit den Figuren identifizieren und mit ihnen fühlen. Nur der Tante Marlene konnte ich nichts abgewinnen, aber lest selbst.

Fazit: Trotz einiger Längen kommt doch noch richtig Spannung auf! Ein tolles Buch über Familiengeheimnisse und einen Neuanfang.

3/5 Sternen


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