Dienstag, 29. Dezember 2015

Charlotte Roche - Mädchen für alles

Genre: Roman
Autor: Charlotte Roche
Seitenanzahl: 237 Seiten
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3492054997
Verlag: Piper Verlag
Erscheinungsdatum: 05. Oktober 2015


Buch kaufen!


"Mein ganzes Wissen über Menschen und Gewalt und wie man Menschen Gewalt richtig antut , ziehe ich aus Serien."


Inhalt: Christine lebt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in einem großen Haus. Eigentlich könnte ihr Leben perfekt sein, ist es aber nicht. Christine ist komplett mit ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter überfordert, dann stellen ihr Mann und sie Marie ein, sie soll Christine im Haushalt unterstützen...


Meine Meinung: Bisher fand ich die Bücher von Charlotte Roche sehr unterhaltsam und  habe mich auf ihr neues Buch gefreut. Aber diesmal war ich wirklich enttäuscht. Christine ist egozentrisch und unsympathisch, ihre Familie scheint ihr total egal und in Gedanken denkt sie immer alle wären ohne sie besser dran. Wer Roches Bücher kennt weiss, dass es bei ihr meist zwischen den harten Worten tiefgründig zugeht. Entweder hält Christine sich selbst für einen schlechten Menschen und leidet an Depressionen, das würde erklären, wieso sie den ganzen Tag im Bett liegt und über Selbstmord nachdenkt oder sie ist einfach egoistisch und ein böser Mensch. Aber auch wenn sie Depressionen hat, fällt es schwer Mitgefühl mit ihr zu haben, da sie ein absolut nerviger Charakter ist.  Die denkt dran Personen etwas anzutun, nimmt Drogen und Alkohol, gibt unmengen Geld aus... Es gibt nicht eine Zeile wo sie symphatisch wirkt.
Die Entwicklung zwischen Marie und ihr finde ich total hingeklatscht, da hätte man mehr draus machen können, total unrealistisch und an den Haaren herbei gezogen. Die Ekelszenen sind natürlich auch drin, ohne die wäre es wahrscheinlich kein Buch von Roche. Detailreiche Beschreibungen von Intimstellen und Eiterblasen, aber ihre Leser sind dies ja schon gewohnt.
Leider hatte ich mir von dem Buch mehr erhofft. Es liest sich aber gut und flüssig. Wahrscheinlich schreibt Roche wie sie spricht : "Im Bioladen. Die hing da. Also als Zettel am schwarzen Brett." So sind einige der Sätze aufgebaut, dass Buch ist ein einziger Gedankengang von Christine. Das Ende war auch ein absolut fragwürdiges und schräges, was ich aber natürlich nicht vorweg nehmen möchte. Durch die einfache Schreibweise, kommt man schnell durch das Buch.

Fazit: Auch wenn es sich schnell und gut lesen lässt, ist die Story total daneben. Es fehlt der rote Faden und die Spannung. Die Idee ist super aber leider schwach umgesetzt.

1/ 5 Sterne


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen